MÄNNER UND FRAUEN

Geschrieben am 12.02.2025
von Joachim Heisel


Frauen leben in ihrem Körper. Männer betrachten ihren Körper von außen wie ein Instrument oder Werkzeug. Sie schauen nicht auf ihren Körper und gehen oft erst zum Arzt, wenn die Krankheitssymptome unübersehbar sind. Frauen sprechen miteinander über sich und ihren Körper. Für Männer ist das kein Thema. Frauen dürfen Stimmungen haben, Männer nicht. Wenn eine Frau eine Depression hat, kann sie auf Verständnis und Mitgefühl rechnen. Depression bei einem Mann wird als Schwäche aus-gelegt und macht seiner Umgebung Angst. Männer erleiden mehr schwere Unfälle als Frauen und begehen häufiger Selbstmord. Zudem trinken Männer mehr Alkohol und nehmen mehr Drogen als Frauen. Bisher haben Männer auch mehr geraucht als Frauen. Männer in Deutschland leben im Durchschnitt fünf Jahre weniger als Frauen. 
Aber was wird, wenn Frauen sich zunehmend an die Lebensweise einer an männlichen Zielen orientierten Lebens- und Arbeitswelt anpassen? Sie kleiden sich wie die Männer. Sie rauchen und trinken Alkohol. Sie setzen sich dem Stress der Arbeitswelt wie die Män-ner aus. 
Aber vielleicht verändern sie auch diese Welt. Viel-leicht lernen die Männer von ihren Kolleginnen, bes-ser auf sich aufzupassen, mehr miteinander zu spre-chen und früher zu spüren, wenn es ihnen schlecht geht. In der Genesis schafft Gott dem Adam eine Ge-fährtin, damit er nicht allein ist. Vielleicht möchte Gott heute, dass die Männer bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Arbeit, nicht ohne die Hilfe ihrer „Gefährtinne" ‚der Kolleginnen, bleiben, nachdem sie so viele Jahrtausende allein vor sich hin haben werkeln müssen. 

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