Im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (vgl. Mt 20,1-16), die alle den gleichen Lohn erhalten, egal wie lange sie gearbeitet haben, stellt Jesus die Arbeit in diesem Reiche Gottes dar. Als Sohn der Mosel geht mir dieses Gleichnis besonders gut ein. Christus hat die Arbeit im Weinberg wohl auch deshalb als Bild des Lebens genommen, weil diese Arbeit bis auf den heutigen Tag besonders hart ist. Gerade die steilen Lagen des Weinbergs, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, erfordern schweißtreibende Arbeit. Aber sie bringen auch den besten Wein hervor. Es ist wie im Leben. Das was uns viel Mühe kostet und uns manchmal auch leiden lässt, bringt die besten Früchte hervor. Was treibt die Arbeiter an? Neben dem Lohn vielleicht auch ihr Mitwirken daran, dass ein guter Wein entsteht! Die Welt und ihre Strukturen stellen das Feld dar, wo dieses Reich Gottes Gestalt annehmen soll. Es ist dabei nicht wichtig, wieviel und in welchem Umfang der einzelne daran mitwirkt. Entscheidend ist,…