Männer sind es gewohnt, sich durch Leistung zu definieren. Sie identifizieren sich mit dem, was sie tun, und nicht mit dem, was sie sind, es sei denn, was sie im Beruf sind. Frauen sind anders. Sie leben mit sich selbst und ihrem Körper. Sie sind näher am Leben und an sich selber. Sie spüren sich selbst mehr und leben intuitiver. Männer übernehmen immer noch am liebsten die Rolle des Ernährers und des Machers, des materiellen Prellbocks für Frau und Kinder. Materielle Anforderungen lassen sich eingrenzen. Sie sind messbar in Euro und Cent. Emotionale Ansprü-che sind potentiell grenzenlos. Dem stehen viele Männer hilflos gegenüber. Oft ergreifen sie in Panik und mit schlechtem Gewissen die Flucht in Sachen. Sie arbeiten bis zur Erschöpfung, um den emotionalen Ansprüchen und der Überschwemmung durch Gefühle zu entgehen. Gerade für den Mann ist es wichtig zu erkennen: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?‚ (Lk 9,25).
Mann und Frau können sich mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften z. B. in einem Ehebund, wunderbar ergänzen und dadurch im Anderen Saiten zur Schwingung bringen, die nur auf diese Weise erklingen können. Dann können Männer mehr Emotionen zeigen, und Frauen können mehr Verständnis dafür aufbringen, dass Männer hinter Sachen her-laufen, um keine Emotionen zeigen zu müssen.
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